Das Purina Institute gibt neue Daten zu Veränderungen der Darmmetaboliten im Kot bei Katzen mit chronischer Nierenerkrankung bekannt.

Ein Abstract wurde beim Forum des American College of Veterinary Internal Medicine Forum vorgestellt.

ST. LOUIS, Missouri., 15. Juli 2026 – Auf dem American College of Veterinary Internal Medicine Forum, das am 12. Juni in Seattle, Washington, stattfand, präsentierten Forschende von Nestlé Purina PetCare Global Research & Development neue Daten aus einer Zusammenarbeit mit Forschenden der Texas A&M University, der Ohio State University, der University of Pennsylvania und der Kansas State University.

Diese Studie untersuchte Stuhlproben von Katzen mit und ohne chronische Nierenerkrankung (CNE), um einen besseren Einblick in die Beziehung zwischen Darm und Nieren zu gewinnen.

Forschungsergebnisse

Die Forschenden analysierten Proben von 108 Katzen, darunter gesunde Katzen ohne CNE sowie Katzen in verschiedenen Stadien einer CNE. Sie fanden deutliche Unterschiede zwischen den fäkalen Metaboliten bei Katzen mit CNE im Vergleich zu denen bei gesunden Katzen. Viele dieser Unterschiede betreffen Fette und fettbezogene Verbindungen, was darauf hindeutet, dass CNE die Darmschleimhaut, die Entzündung und die Verarbeitung von Fetten im Körper beeinflussen kann.

Eine Verbindung, N1-Methyl-2-pyridon-5-carboxamid (2PY), ein Urämietoxin, erwies sich als der stärkste Fäkalmarker einer chronischen Nierenerkrankung. Die Analyse früherer Forschungsdaten1 hat gezeigt, dass die Serumspiegel dieses Urämietoxins bereits im Frühstadium der CNE erhöht waren und mit zunehmender Schwere der Erkrankung weiter anstiegen. Das Forschungsteam zeigte außerdem, dass die 2PY-Konzentrationen mit Serumkreatinin, einem häufig verwendeten Surrogatmarker für die Nierenfunktion, assoziiert waren. Diese neuen Daten unterstützen darüber hinaus die Nützlichkeit dieser Verbindung als Marker für CNE bei Katzen.

Die Studie wies zudem höhere Konzentrationen bestimmter verzweigter kurzkettiger Fettsäuren bei Katzen mit CNE nach, die auf Veränderungen der mikrobiellen Aktivität im Darm zurückzuführen sein könnten.

Dr. Qinghong Li

„Diese Ergebnisse zeigen, dass die Darm-Nieren-Achse bei der chronischen Nierenerkrankung bei Katzen eine Schlüsselrolle in der Pathophysiologie der Erkrankung und im Darmmetabolismus spielen könnte, was neue Möglichkeiten für eine frühere Erkennung und gezieltere Versorgung eröffnet“, so Dr. Qinghong Li von Nestlé Purina Petcare Global R&D, leitenden Autorin der Publikation.

Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Katzen mit CNE relevante Veränderungen der intestinalen Metaboliten aufweisen, insbesondere im Bereich der Lipide, die potenziell mit der Darmgesundheit, Entzündungsprozessen und dem Fortschreiten der Nierenerkrankung im Zusammenhang stehen. Die weitere Erforschung der darmbezogenen Stoffwechseländerungen kann zu der Identifizierung neuer Marker führen, die eine frühere Erkennung der CNE bei Katzen ermöglichen und so ein gezieltes Fütterungsmanagement ermöglichen. Der Artikelvorabdruck ist online verfügbar.

Nestlé Purina Petcare Global R&D engagiert sich durch Forschung, Innovation und Kooperationen für wissenschaftliche Fortschritte im Bereich der Tierernährung, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Haustieren weltweit zu verbessern.

Schmidt, T., Quimby, J. M., Whitehouse, W. H., Aronson, L., Suchodolski, J. S., & Li, Q. (2026, June 12). Changes in fecal gut metabolites in cats with chronic kidney disease [Konferenz-Abstract]. American College of Veterinary Internal Medicine Forum, Seattle, WA, United States.

Literatur

  1. Li, Q., Cominetti, O., Holzwarth, J. A., Summers, S., Wang, X., & Dayon, L. (2025). Integrated multi-omics analysis of renal metabolism in domestic cats with spontaneous chronic kidney disease. Communications Biology, 8(1), Article 1794. doi.org/10.1038/s42003-025-09164-8

Über das Purina Institute 
Das Purina Institute widmet sich der Übertragung von ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen in verwertbare Informationen, die Veterinärmediziner zum Nutzen ihrer Patienten in die Praxis umsetzen können. Mithilfe der umfangreichen Onlineressourcen, Publikationen und wissenschaftlichen Programme des Instituts können sich Tierärzte und ihre Mitarbeiter mit den nötigen objektiven, wissenschaftlich fundierten Informationen wappmen, um Haustieren ein längeres und besseres Leben zu ermöglichen.

Kontakt:

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