Das Purina Institute treibt das Gespräch über die Mikrobiom-Innovation in der Veterinärmedizin voran

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unterstreichen, wie wichtig die Darm-Hirn-Achse und der verantwortungsvolle Umgang mit Antimikrobiotika für die Gesundheit des Mikrobioms sind.

ST. LOUIS, 19. Mai 2026: Das Purina Institute ist Vorreiter im Diskurs über Mikrobiomforschung in der Veterinärmedizin und trägt dazu bei, neueste Forschungsergebnisse in evidenzbasiertes Wissen umzusetzen. Durch die Förderung des wissenschaftlichen Dialogs über das Mikrobiom und seine praktischen Auswirkungen in der Tiermedizin unterstreicht das Purina Institute die entscheidende Rolle, die das Mikrobiom für die Gesundheit von Haustieren spielt, und zwar in zwei Schlüsselbereichen: der Darm-Hirn-Achse und dem verantwortungsvollen Umgang mit Antimikrobiotika.

Die Darm-Hirn-Achse: vom Mechanismus zur Praxis

Forschung fördert die Klarheit darüber, wie das Darmmikrobiom die Gehirnfunktion, Verhalten und Krankheiten über klar definierte biologische Wege beeinflusst. Das Mikrobiom-Forum des Purina Institute im November 2025 brachte weltweit führende Wissenschaftler und Veterinärexperten zusammen. Gemeinsam stellten sie neue Erkenntnisse vor, wonach die Darm-Hirn-Achse über verschiedene Mechanismen wirkt, darunter mikrobielle Metaboliten, Immunsignale und neuronale Bahnen.

Für Tierärzte in der klinischen Praxis unterstreicht diese Forschung einen klaren Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn, der die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts mit neurologischen und Verhaltensstörungen wie Epilepsie, paroxysmaler Dyskinesie und der Stimmungsregulation bei Hunden verknüpft. Sie ordnet bestimmte neurologische und Verhaltensstörungen als systemische Erkrankungen neu ein, zu denen der Magen-Darm-Trakt beiträgt, und hebt damit die Rolle von Ernährung und Präzisionsernährung hervor. Ernährung ist damit nicht mehr nur eine passive Unterstützung, sondern beeinflusst über das Mikrobiom aktiv die Gehirnfunktion.

Julia Albright

„Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Darm-Hirn-Achse zeigen, dass das Mikrobiom über Metaboliten, Immun- und Nervenbahnen aktiv mit dem Gehirn kommuniziert – das unterstreicht, dass die Achse einen klinisch nutzbaren Weg darstellt und nicht nur ein theoretisches Konzept“, erklärt Julia Albright, DVM, MA, DACVB.

Antimikrobielle Steuerung: Schutz der langfristigen Gesundheit

Beim Mikrobiom-Forum betonten internationale Veterinärexperten außerdem die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Antibiotika und sprachen sich für einen selektiven Einsatz, diagnostische Leitlinien sowie die Einbindung von Antimikrobiotika in multimodale, mikrobiomorientierte Strategien aus – einschließlich Ernährung, Mikrobiombewertung und regenerativen Ansätzen.

Zwar sind Antimikrobiotika nach wie vor unverzichtbare Werkzeuge in der Veterinärmedizin, doch ihr Einsatz muss gegen die wachsenden Erkenntnisse abgewogen werden, dass Antimikrobiotika das Darmmikrobiom stören können, was potenziell langfristige Folgen für die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts, der Haut und des gesamten Organismus haben kann.

Die Exposition gegenüber Antimikrobiotika, insbesondere bei wiederholtem Einsatz oder beim Einsatz in jungem Alter, kann die mikrobielle Vielfalt verändern, die Darmbarrierefunktion beeinträchtigen und das Risiko chronischer Erkrankungen im späteren Leben steigern. Mit diesen Erkenntnissen rücken Tierärzte an die Spitze der klinischen Entscheidungsfindung und der verantwortungsvolle Umgang mit Antimikrobiotika verlagert sich von einem eher allgemeinen hin zu einem präzisen Einsatz. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse unterstützen einen intelligenteren Einsatz von Antimikrobiotika, der sich an diagnostischen Befunden, dem Schweregrad der Erkrankung und den Auswirkungen auf das Mikrobiom orientiert. So können Tierärzte die Wirksamkeit der Behandlung gewährleisten und gleichzeitig unbeabsichtigte Störungen des Mikrobioms minimieren.

Jan Suchodolski

„Diese bahnbrechende Forschung betrachtet den Einsatz von Antimikrobiotika aus der Perspektive des Mikrobioms neu – und versetzt Tierärzte damit in die Lage, sowohl die unmittelbaren Behandlungsergebnisse als auch die langfristige Gesundheit ihrer Patienten zu sichern“, so Jan Suchodolski, DVM, PhD, AGAF, DACVM. „Durch die gemeinsame Förderung der Mikrobiomforschung und des verantwortungsvollen Umgangs mit Antimikrobiotika unterstützt das Purina Institute Tierärzte dabei, die Vorteile von Antibiotika weiter zu nutzen und gleichzeitig unbeabsichtigte Schäden zu reduzieren. Und so können sie eine nachhaltigere Zukunft für die Gesundheit von Haustieren gestalten.“

Die Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis

Das Purina Institute ruft globale Experten zusammen, um komplexe Mikrobiom-Wissenschaft zu synthetisieren und sie in klinisch relevante Erkenntnisse für Tierärzte umzusetzen. Das Purina Institute stellt die Darm-Hirn-Achse und den verantwortungsvollen Umgang mit Antimikrobiotika in den Mittelpunkt der Mikrobiom-Diskussion und trägt so dazu bei, die Zukunft der Veterinärmedizin zu gestalten.

Über das Purina Institute
Das Purina Institute widmet sich der Übertragung von ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen in verwertbare Informationen, die Veterinärmediziner zum Nutzen ihrer Patienten in die Praxis umsetzen können. Mithilfe der umfangreichen Onlineressourcen, Publikationen und wissenschaftlichen Programme des Instituts können sich Tierärzte und ihre Mitarbeiter mit den nötigen objektiven, wissenschaftlich fundierten Informationen ausstatten, um Haustieren ein längeres und besseres Leben zu ermöglichen.  

Medienkontakte:

Theresa Cory, tcory@bader-rutter.com

Emily Goldkamp, emily.goldkamp@purina.nestle.com